Risikofaktoren

Ursachen

Oft geht der Depression eine besondere Belastung oder ein einschneidendes Lebensereignis voraus – etwa der Verlust einer geliebten Person, eine Geburt oder der Auszug eines Kindes. Die Krankheit kann auch unvermittelt und ohne erkennbaren äusseren Anlass auftreten. Einige Betroffene erleiden nur eine einzige, über Wochen oder Monate andauernde depressive Phase, bei anderen kehrt die Depression wieder zurück. Manche Menschen geraten in den trüben Herbst- und Wintermonaten besonders leicht in eine depressive Niedergeschlagenheit. Meist führt ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren zur Erkrankung. Die Depression wird sowohl von der körperlichen, genauer der neurobiologischen Seite her als auch von der psychischen und psychosozialen Seite her erklärt und auch behandelt. Wie bei den zwei Seiten einer Medaille ergänzen sich auch hier die beiden Betrachtungsweisen.

Die neurobiologische Seite

Nach Ansicht vieler Wissenschaftler ist während einer Depression der Stoffwechsel des Gehirns gestört: Die Botenstoffe Serotonin und/oder Noradrenalin, die für die Übertragung von Impulsen zwischen den Nervenzellen verantwortlich sind, sind aus der Balance geraten. Sie sind entweder in zu geringer Konzentration vorhanden oder aber die Übertragung funktioniert nicht richtig. Weiter sind die Stresshormone und die genetische Veranlagung als mögliche Faktoren zu nennen. Letztere hat Einfluss darauf, ob ein bestimmter Mensch dazu neigt, z.B. unter Stress depressiv zu erkranken.

Die psychosoziale Seite

Neben der Hirnfunktion sind psychosoziale Faktoren, die andere Seite der Medaille, zu betrachten. Der Verlust des Arbeitsplat­zes, die Trauer um eine nahestehende Person, chronische Überlastung aber auch scheinbar Erfreuliches, wie eine bestandene Prüfung oder Beförderung, kann eine Depression auslösen. So individuell wie die Symptome einer Depression, so unterschiedlich können auch die Auslöser sein. Bei vielen Patienten ist auch kein Auslöser identifizierbar.

(Quelle: www.deutsche-depressionshilfe.de)

Risikofaktoren

  • Als einer der wichtigsten Risikofaktoren wurde die genetische Belastung, das heisst, die Vererbung identifiziert.

  • Konstante sehr hohe Anforderungen im Beruf und zu Hause erhöhen das Risiko, an einer Depression zu erkranken.

  • Traumatische Erfahrungen und schwere seelische Belastungen, auch wenn sie lange zurückliegen, können das Risiko für eine Depression erhöhen.

  • Chronische Krankheiten von Familienangehörigen, besonders psychische Krankheiten, können die eigene Gesundheit belasten.

  • Der Verlust eines geliebten Menschen ist ein tiefer Einschnitt im Leben und kann eine Depression auslösen.

  • Auch die Unterstützung und Fürsorge von älteren Familienangehörigen kann körperlich und gefühlsmässig viel Kraft kosten.